Gehirn und Gesellschaft

Erfahrungsbericht eines ADHS-Forschers

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„Auch wenn ich verpeilt bin, kann ich einfach weiter üben“, sagt ein Teenager nach dem Achtsamkeitskurs. Professor Friedrich Linderkamp, klinischer Psychologe und Psychotherapeut, berichtet von seinen positiven Erfahrungen mit den von ADHS betroffenen Kindern.

Prof. Linderkamp berichtet (verfasst von Maria Köpf):

Im Sommer 2020, inmitten von Lockdowns und Unwägbarkeiten der Coronapandemie, konnte ich zusammen mit meiner Doktorandin Paula Strack vier Jungen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren in meinem Ambulatorium empfangen.

Die Jugendlichen kamen zur ersten Sitzung, um sich als Gruppe und uns Therapeut*innen kennenzulernen. Ziel war es außerdem, zu der Vereinbarung zu kommen, in den nächsten Wochen zusammenzuarbeiten.

Wir saßen im Stuhlkreis. Zu Beginn machten wir mit jedem Jugendlichen eine „Psychoedukation“. Sie sollten individuell ihre Situation reflektieren und für sich erarbeiten, was für sie der „Stempel ADHS“ bedeutet. Dazu fragte ich sie nach ihren Einschätzungen: „Was bedeutet das für dich, der du 13 Jahre alt bist und dir Fachleute das „Etikett ADHS“ verliehen haben?

Bei welchen Freunden hast du welche Probleme? Wo hast du Konzentrationsprobleme oder wo klappt es in der Schule nicht? Wo hast du Ärger mit Mama oder Papa wegen deiner Unruhe und Impulsivität?“

Was bedeutet das für dich, dass Fachleute dir das „Etikett ADHS“ verliehen haben?

Portal des AVE-Instituts, Berlin (https://ave-institut.de)

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12. Mai 2022

Was tun bei Reizüberflutung?

Wer konzentriert arbeiten möchte, braucht einen klaren Kopf. Aber wer ist nicht mit einer ständig wachsenden Menge an Nachrichten, Bildern und Informationen konfrontiert?

Einfache Tricks können helfen, sich weniger leicht ablenken zu lassen… >> Artikel lesen

12. Mai 2022

Studie: Achtsamkeit als Therapie bei ADHS

Im folgenden Interview sprach ich mit Prof. Dr. Friedrich Linderkamp von der Universität Wuppertal über positive Therapieeffekte von Achtsamkeitstrainings bei Jugendlichen mit einer diagnostizierten ADHS oder ADS.

„Die Forschungsergebnisse belegen beträchtliche positive Therapieeffekte bei von ADHS betroffenen Jugendlichen“, erklärte Prof. Dr. Friedrich Linderkamp. >> Artikel lesen

30. Januar 2022

Screenshot von Maria Köpf, Magazin „AMIRA-Welt. Mit Freude Wissen teilen, S. 26.
Screenshot von Maria Köpf, Magazin „AMIRA-Welt. Mit Freude Wissen teilen, S. 27
Screenshot von Maria Köpf, Magazin „AMIRA-Welt. Mit Freude Wissen teilen, S. 29 obere Hälfte
Tipps aus dem Resilien-ABC von Prof. Jutta Heller: https://juttaheller.de/resilienz/resilienz-abc/definition-individuelle-resilienz

Mit Achtsamkeit entspannter durchs Studium

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Das Praktizieren von Achtsamkeit kann der Schlüssel für ein ruhigeres und fröhlicheres Studium werden. Wie man als Student:in den Einstieg findet, schreibt Journalistin Maria Köpf und hat Anregungen für mehr Achtsamkeit im Studium zusammengestellt.

An die schönen Zeiten im Studium werden wir uns immer erinnern. An dieses Gefühl der Freiheit und Unbeschwertheit. Die Möglichkeit, uns mit Gleichgesinnten auszutauschen. Das selbstbestimmte Leben in einer Wohngemeinschaft. An Latte-Macchiato-Pausen, witzige Dozenten, anregende Wissenschaft oder inspirierende Lektüre.

Ein Studium setzt uns aber auch stressigen Situationen aus. Prüfungen und Praktika, Nebenjobs, Gedankenkarussells, Schreibblockaden, Ärger mit dem/der WG-Partner:in und Mitmenschen, die wir als unangenehm wahrnehmen, erfordern viel Gelassenheit und Selbstvertrauen. Das ständige Streben nach übertriebener Optimierung und die fehlende Unterstützung von außen können an unserer Motivation nagen.

Das Praktizieren von Achtsamkeit kann hier zum Schlüssel für ein ruhigeres und fröhlicheres Studium werden. >> Artikel lesen

11. Dezember 2018

Der Teufel ist ein „Loser“

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Marius Kanner ist kein Angsthase. Aber er hat beinahe ständig und vor fast allem Angst. Denn Kanner leidet an Schizophrenie. Schon fast sein halbes Leben lang.

Marius Kanner, der eigentlich anders heißt, geht bedächtig. Mit klobigen Schuhen tritt er in den Flur, auf seinem kurz geschnittenen braunen Haar einen großen weißen Kopfhörer. Der dunkle Parka verleiht dem noch jugendlichen Gesicht etwas Schweres. Kanners kräftige Finger zerren hektisch an den Schürsenkeln. „Die Schulferien waren schön. Es waren zwei Wochen lang fast keine Menschen im Bus“, erzählt er mir. Heute wird die Busfahrt für den Berliner wieder anstrengend. Bis er seine Arbeitsstätte erreicht. Dann ist er unter Freunden. >> Artikel lesen